Neunburger Burgfestspiele
"Vom Hussenkrieg mit Pfalzgraf Johann und den Hussiten"
Bild: Mike Heider

Burgfestspiele Neunburg v. Wald


Über das Stück

Die Oberpfalz im Spätmittelalter: Das Land ist im Aufruhr. Die Verbrennung des tschechischen Reformators Jan Hus im Jahre 1415 hat eine Spirale der Gewalt ausgelöst, die mittlerweile die Tore Neunburgs erreicht hat. Um den Überfall einer hussitischen Streitmacht abzuwehren, schickt Pfalzgraf Johann am 21. September 1433 ein Heer aus Rittern, Bürgern und Bauern in den Kampf. Vor diesem historischen Hintergrund spielt das Festspiel „Vom Hussenkrieg mit Pfalzgraf Johann und den Hussiten“, das seit 1983 im Burghof des Pfalzgrafenschlosses auf die Bühne gebracht wird. Als Darsteller agieren über 120 Bürger aus Neunburg und Umgebung, die damit ein Stück ihrer eigenen Geschichte erzählen. Aus den Geschehnissen um die „Schlacht von Hiltersried“ hat Verfasser Peter Klewitz ein spannendes Volksschauspiel gemacht.
Die Neuinszenierung von Regisseur Cornelius Gohlke besinnt sich auf die Urfassung von Peter Klewitz. Dem Publikum begegnen Adelige, Ritter, Bürger und Bauern, die versuchen, dem Dilemma der Menschen in Zeiten von Glaubenskriegen zu entkommen. Scharfe Wortgefechte, tragische Konflikte, temporeiche Kampfszenen sowie mittelalterliche Musik und die Originalität des Oberpfälzer Dialektes prägen die Handlung.
Die Zuschauer erwartet eine spannende Zeitreise ins Mittelalter, im Scheinwerferlicht wird ihen ein bedeutsames Kapitel deutsch-tschechische Geschichte erzählt.
Text: Philipp Mardanow